Über die Art Collection Schlichtner

 

Hier finden seit Anfang Juni 2020 digitale  Ausstellungen  statt. Wir zeigen Arbeiten von Künstler*innen unabhängig  von  ihrer Staatszugehörigkeit und Werke aus der Art Collection Schlichtner. Zweck der Web-Site und der Ausstellungen ist es, Kunst zugänglich zu machen. Kunst in Lagern gibt es schon genug. Einmal im Jahr - so das Ziel - gibt es auch eine on-site Ausstellung, damit die Arbeiten auch haptisch erfahrbar werden. 

Dieser Ort ist für Ausstellungen verschiedener Themen und Kunstgattungen offen. Verstärkt widmet sich die Arbeit  aber  der Kunst,  die in Bezug auf  verschiedene Diskriminierungskategorien wie beispielsweise Geschlecht, Klasse und Rasse Stellung bezieht und jener Werke von Künstler*innen, die eine kritische Haltung gegenüber der Umweltzerstörung, des westlichen Kunstkanons aber auch gegenüber dem Kunstmarkt schlechthin aufweisen. Es geht hier aber auch um verschiede Betrachtungsweisen, beispielsweise auch Kunst als Rezeptionsphänomen zu verstehen und um eine sozio-kulturelle, kunsthistorische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Kunst zu ermöglichen.

Die Ausstellungen dauern in der Regel  ein bis zwei Monate. Die zu Ende gegangenen Ausstellungen kommen ins Archiv und bleiben damit weiterhin sichtbar.  Soziale Medien werden eingebunden. Alles erfolgt in Absprache mit den  Künstler*innen und Fotoreproduktionsrechteinhaber*innen. Dahingehend gibt es auch eine Vereinbarung mit der  Bildrecht GmbH.

Die Art Collection Schlichtner begann ihre Sammlertätigkeit im Jahr 2002 - mit Objekten und Arbeiten, die Künstler*innen in den öffentlichen Raum stellten. Vieles konnte so bewahrt werden. Bekanntschaften mit Künstlern und Künstlerinnen waren die Folge. Viele dieser Arbeiten, die sich auf der Straße befanden, so stellte sich später heraus, waren von Christian Eisenberger und sie bildeten den Grundstein der Sammlung.  Ihm ist das Interesse an Kunst zu verdanken.  Streetart und Graffiti-Künstler*innen standen anfangs im Fokus und so wurden in der Galerie Inoperable Arbeiten von Keramik, Busk, Nychos, El Lasso, Die Made, Smurf, EmilOne, monochrom und C215 gekauft. Später dann wurde die Sammlung um Werke von Christian Eisenberger, Jonathan Meese, Begi Guggenheim, Amiko Kamikaze, les tardes goldscheyder, Stinkfish, Thomas Gegner, Margareta Klose, Arianna Ellero, Monika Böhme-Sauter, Martin Dickinger, Aklima Iqbal, Sagar Sarkar,  Susan Lisbin, Martin Grandits und Michael Maier erweitert.

Andreas Schlichtner, Wien, ab Mai 2020.