Über die Art Collection Schlichtner

Über die Art Collection Schlichtner

collecting connecting curating

 

Ausstellungen

Die Art Collection Schlichtner ist seit dem Jahre 2001 eine Kunstsammlung in Wien-Simmering.

Aus dem Sammeln enstand das Ausstellen. Die Ausstellungstätigkeit begann 2020 ich während der Pandemie mit Online-Einzel-Präsentationen über meine Web-Site und Instagram.

Die erste On-Site-Gruppenausstellung machte ich nach den Lock-Downs 2021/22 auf Einladung des Gegner-Haus am Attersee. Mittlerweile organisiere und kuratiere ich regelmäßig Ausstellungen. Als nomadischer Kurator suche ich mir interessante Spaces, ungewöhnliche Orte, den öffentlichen Raum, bin aber auch auf Kunstmessen aktiv und war schon mehrfach von Kulturforen der österreichischen Botschaften im Ausland eingeladen, Ausstellungen zu machen.

Besonderes wichtig war mir von Beginn an die Zusammenarbeit mit jungen Künstler:innen, welche in Kombination mit neuesten Positionen von Künstler:innen verschiedener Generationen, Herkünften und Backgrounds ausgestellt werden. Das ermöglicht eine permanente zeitgenössische Perspektive. Nur ausnahmsweise werden in meinen Ausstellungen Arbeiten aus meiner Sammlung gezeigt. Meine Ausstellungen zeichnen sich durch die Integration möglichst vieler Künstler:innen aus, um möglichst wenige auszuschließen. Ich schaffe damit die Möglichkeit, den verfügbaren Raum zu nutzen und die ausgestellten Arbeiten miteinander korrespondieren zu lassen, anstatt sie zu isolieren. Meine Ausstellungen konzipiere ich mit relevanten, aktuellen, nicht zu engen Themen, sodass diverse Positionen und Medien anhand eines roten Fadens kontextualisier- und erlebbar werden. Dadurch entstehen Environments, in denen multisensorische Erfahrungen möglich werden, ohne aber den einzelnen Arbeiten ihre Autonomie zu nehmen.

 

Sammlung

Mit Ausnahmen konzentriere ich mich heute beim Sammeln auf Arbeiten von Künstler:innen, mit denen ich in meinen Ausstellungen zusammenarbeite. Doch der Beginn meines Sammelns verlief anders.

Ich begann mit dem Sammeln im Jahr 2001. Ich war damals Fahrradkurier, Musiker und DJ, somit mit der Straßenkultur vertraut. Ich fand auf der Straße Kunstwerke, die Künstler*innen einfach so in den öffentlichen Raum stellten.  Wie sich herausstellte, waren viele dieser Arbeiten von Christian Eisenberger und sie bildeten meinen Einstieg. Eisenberger hat mein Interesse an der bildenden Kunst geweckt und heute habe ich neben meinem Wirtschaftsstudium auch ein abgeschlossenes Kunstgeschichtestudium.

Es folgten Bekanntschaften mit verschiedenen Künstler:innen. Streetart und Graffiti standen anfangs im Fokus des Sammelns – es waren Arbeiten von Keramik, Busk, Nychos, El Lasso, Die Made, Smurf, EmilOne, monochrom und C215 aus der Galerie Inoperable von Nicholas Platzer. Das waren die 2000er-Jahre.

In meiner Sammlung sind heute, Stand 2026, Arbeiten von Christian Eisenberger, Jonathan Meese, Begi Guggenheim, Amiko Kamikaze, les tardes goldscheyder, Stinkfish, Hermann Nitsch, Peter Kogler, Franz West, Daniel Spoerri, Thomas Gegner, Johann Hauser, Margareta Klose, Peter Várnai, Arianna Ellero, Monika Böhme-Sauter, Martin Dickinger, Aklima Iqbal, Sagar Sarkar, Susan Lisbin, Alan Neider, Sabine Hilscher, Martin Grandits, Gert Resinger, Annette Tesarek, Anna Pelz, Lukas Lex, Moritz Wildburger, Bernice Sokol Kramer, Oksana Zmiyevska, Bernhard Graschitz, Freakygreenfish, Lea Neckel, Martin Krammer, Daniel Mazanik, Lia Quirina, Isa Robertini, Ola Plankenauer, Patryck Chan, Nikola Milojcevic, Claudia Schumann, Georgiy Melnikov, Karin Frank, Fabian Seiz, Michael Vonbank, Adam Wiener, Kathi Gusch, Ana Vollwesen, Sebastian Pfeifhofer, Felice Gotthardt, David Blumenkind, Jakob Wächter, Alisa Krakhofer, Lym Moreno, George Kubla, Janusz Oliwa, Malgorzata Oliwa, Die Aschenbrecher, Oleg Ustinov, Gottfried Hoellwarth, Jeremias Altmann, René Fadinger, Stefanie Koscher, Walter Michael Pühringer, Vanessa Mazanik, Oskerhase, Judith Rohrmoser.

 

Was interessiert mich besonders im Kunstfeld?

Der direkte Kontakt mit verschiedenen Akteur:innen des Kunstfeldes, insbesondere mit Künstler:innen. Studiobesuche, gemeinsam Kunstwerke für Ausstellungen aussuchen bzw. entwickeln. Sich mit alternativen Kunstgeschichten, Kunsttheorien, Künstler:innen-Rollen, Autor:innenschaft, Fragen zur aktuellen Kunstproduktion beschäftigen. 

Kunsttransporte machen. Ausstellungen organsieren und kuratieren. 

Alle Medien und Formen der Kreativität, Performance, gender-relevante Kunst, digitale Kunst, AI, Architektur, Räume, Licht. Intermediäre Environments. Avantgarden, Nachkriegsmoderne, Contemporary Art, Post-Contemporary Art, Gen-Z.

 

Was mag ich nicht?

Regeln und Vorgaben, die Protagonist:innen des Kunstfeldes aufstellen. Macho-Habitus, Misogynie, patriarchale Strukturen, Jurys, Rankings, kunstgeschichtliche Konstrukte.

Ein übertriebener Akademismus und Kunst-Snobs. Neid zwischen Akteur:innen in der Kunst.“. Besser: Solidarität und Kreativität aller anerkennen!

Otto Mühl und die Idee der Trennung zwischen Werk und Künstler(:in).  Besser: Genau hinschauen und sich fragen, welche Ideologien und welches Mind-Set die vorgefundene Kunst hervor gebracht hat!

 

Welche Autor:innen schätze ich besonders?

Verena Krieger, Paz Guevara, Linn Burchert, Luise Reitstätter, Pierre Bourdieu, Wolfgang Ulrich.